Paddeln im Åland-Archipel um Mariehamn
Åland – so nah, so ähnlich und doch so anders. Der Schärengarten ähnelt dem Stockholmer Schärengarten, ist aber deutlich weniger touristisch erschlossen. Die Anreise von Schweden aus ist unkompliziert. Fährverbindungen bestehen von Stockholm, Kapellskär bei Norrtälje und Grisselhamn in Roslagen. Mit dem eigenen Kajak geht es einfach auf die Fähre, nach ein paar Stunden Fahrt erreicht man Lervik südlich von Mariehamn nach etwa drei Kilometern und kann dort ein Kajak zu Wasser lassen. Wer kein eigenes Kajak besitzt, kann sich vor Ort eines mieten. Es gibt auch eine Busverbindung. Dann heißt es nur noch: Paddeln! Auf einem Halbtagesausflug bietet sich ein Besuch der ehemaligen Lotsenstation Kobba klintar an. Wer eine längere Tour plant, kann weiter nach Båtskären, dem südlichsten Punkt des Mariehamner Schärengartens, paddeln. Das Naturerlebnis ist atemberaubend. Allein die vielfältige Vogelwelt ist einen Besuch wert. Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu Kajak-Einsatzstellen und -Verleihmöglichkeiten sowie Wegbeschreibungen nach Kobba klintar und Båtskären. Im Reiseführer „Åland. Wandern, Radfahren, Paddeln“ erfahren Sie mehr über Outdoor-Aktivitäten auf Åland und im umliegenden Archipel. Eine passende Karte im Maßstab 1:50.000 erhalten Sie in der Buchhandlung in Mariehamn, die sich in der Fußgängerzone im Stadtzentrum befindet.
Südlich der Åland-Hauptstadt Mariehamn liegen Nåtö und Järsö, die sich wie eine Perlenkette ins Meer erstrecken. Sie sind durch Brücken und Dämme miteinander verbunden. Um diese Inseln herum erstreckt sich der Mariehamn-Archipel, der sich ideal zum Paddeln eignet. Das Gebiet ist perfekt für Tagesausflüge, aber natürlich kann man von hier aus auch längere Touren starten. Ein kleiner Warnhinweis ist jedoch angebracht: An der Westseite der Inseln verläuft eine Fahrrinne, auf der häufig die großen Fähren verkehren. Sollten Sie ein Schiff in der Ferne sehen, warten Sie im Windschatten einer Schäre, bis es vorbeigefahren ist. Die Wellen im Kielwasser können hoch sein, und es ist oft schwierig, Kajakfahrer von der Brücke aus zu erkennen, geschweige denn auszuweichen. Gehen Sie also rechtzeitig aus dem Weg – die Schiffe kommen schneller als man denkt.
Startpunkt: Der schwimmende Steg des Kajakverleihs SGU befindet sich im kleinen Bootshafen von Lervik; alternativ kann man den Steg von Dragsvik etwas weiter südlich mit einer Slipanlage auf Järsö nutzen. In Dragsvik setzt man das Kajak im innersten Bereich des kleinen Bootshafens an einem schmalen, grasbewachsenen Hang zum Wasser hin ein.
Um nach Lervik zu gelangen, folgen Sie der Ålandsvägen in Mariehamn Richtung Süden. Diese geht später in die Ytternäsvägen über. Nach etwa 2 km, wenn Sie Wasser vor sich sehen, biegen Sie rechts und dann sofort links ab. Am ersten Parkplatz auf der linken Seite befindet sich der Kajakverleih SGU. Dort gibt es einen Schwimmsteg und Parkplätze. Weiter draußen im Hafen befindet sich außerdem eine Rampe. Von hier aus besteht auch eine Busverbindung vom Zentrum; Haltestelle „Lerviks småbåtshamn“. Um zum Anleger in Dragsvik zu gelangen, fahren Sie an Lervik vorbei und folgen der Straße bis zu ihrem Ende in Järsö. Dort biegen Sie rechts auf eine kleinere Straße ab, die etwa einen Kilometer nach Dragsvik führt. Dort stehen Ihnen mehrere Rampen zum Einsetzen Ihrer Kajaks zur Verfügung.
Kajakverleih
AB Friluftsentreprenörerna SGU (Mariehamn). www.sgu.nu. Tel.: +358 18 14757
Nimix (liefert Kajaks auf Anfrage im gesamten Åland-Festland). www.nimix.ax. Tel.: +358 50 66 716
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Reiseführer „Åland. Wandern, Radfahren, Paddeln“ von Olle Persson, herausgegeben von Vildmarksbiblioteket. Oder bei der Touristeninformation Åland, Stora gatan 8, Mariehamn. Tel.: +358(0)18 24000, www.visitaland.com
Lest gerne weiter über meine Reise durch den Åland-Archipel im nächsten Beitrag „ Kajakfahren rund um Lervik und Kobba Klintar “.
Olle Persson