Grönlandpaddel für Kajakfahrer
Grönland Paddeln – Techniktipps
Man sieht sie immer häufiger auf dem Wasser: diese schmalen Paddel, die fast keine Blätter zu haben scheinen. Viele fragen sich: Kommt man mit so einem Stock überhaupt irgendwohin?
Nun ja, die Inuit benutzen nie etwas anderes, und sie testen es schon seit etwa tausend Jahren.
Die Inuit, klar. Aber was, wenn man gerade erst mit dem Paddeln angefangen hat?
Das ist wirklich kein Problem. Für Anfänger fühlt sich das Paddeln wie die Inuit oft ganz natürlich an. Es ist geschmeidig, einfach, und das Grönlandpaddel ist zudem leise – schließlich wurde es für die Robbenjagd entwickelt. Es ist ungefedert und in der Regel vollkommen symmetrisch – man muss es nicht drehen, um die richtige Position zu finden.
Immer mehr Langstreckenpaddler entdecken die Vorteile des Grönlandpaddels. Die Laufruhe, die Energieeffizienz – so können Sie auch mit Ihrem schwer beladenen Seekajak längere Strecken zurücklegen.
„Mit einem Teller Spaghetti kommt man weiter als man kommt“, wie jemand einmal sagte.
Es ist ideal bei Gegenwind – kaum Luftwiderstand. Und nicht zuletzt: Es schont die Schultern. Viele erfahrene Paddler mit Schmerzen in Sehnen und Muskelansätzen konnten ihre Beschwerden nach dem Umstieg auf ein Grönlandpaddel vollständig beseitigen.
Wenn Sie das Rollen lernen möchten, ist es damit auch viel einfacher als mit einem normalen Paddel.
Hier sind ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:
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Länge und Breite
Die Länge sollte der eines normalen Paddels entsprechen, d. h. nicht länger sein, als man im Stehen um die Spitze greifen kann. Die Breite sollte nicht größer sein, als man das Blatt an seiner breitesten Stelle bequem umfassen kann.

Die Paddellänge lässt sich jedoch stufenlos variieren, indem man das Paddel in verschiedenen Positionen hält. Verlängern Sie es, indem Sie das Ende des Blattes festhalten, wenn Sie einen Bogenschlag ausführen möchten oder zusätzliche Unterstützung benötigen, beispielsweise für eine Rolle. Dies gilt in Grönland keineswegs als Anfängerfehler – ganz im Gegenteil. Die Inuit wenden diese Technik ständig an.
Dieses Grönlandpaddel ist zudem stufenlos verstellbar, sodass es exakt auf die gewünschte Länge eingestellt werden kann!
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Handplatzierung

Platzieren Sie Daumen und Zeigefinger am Ende des Schafts , die übrigen Finger am Anfang des Paddelblatts. Dadurch liegen Ihre Hände etwas näher beieinander als gewöhnlich. Das bedeutet, dass Sie Ihre Arme nicht so hoch heben müssen wie bei einem herkömmlichen Paddel. Die Armbewegung ist weniger ausladend, und Sie sparen Energie beim Paddeln über längere Strecken.
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Der Winkel

Halten Sie die Oberkante der Paddelblätter während des gesamten Paddelschlags einige Zentimeter nach vorn geneigt . Dadurch erfährt das Paddel auf den ersten Zentimetern keinerlei Widerstand. Die Kraftentwicklung erfolgt allmählich, was Ihre Schultern schont. Halten Sie Ihre Ellbogen nah am Körper.
Falls das Paddel vibriert oder wackelt: Verändern Sie den Winkel leicht! Schon bald haben Sie den idealen Winkel gefunden, und der Paddelschlag wird vollkommen leise und gleichmäßig sein!
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Der Druck
Wie bei allen Paddeln gilt: mit der oberen Hand drücken.
Dadurch wird die Rotation mit dem Oberkörper erzeugt. Das Paddelblatt soll sich vom Kajak wegbewegen, anstatt gerade nach hinten. Das passiert normalerweise ganz natürlich, wenn man mit der oberen Hand drückt. Wer schon mal ein Wingpaddel ausprobiert hat, weiß, was ich meine!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Grönlandpaddel ein sanftes, energieeffizientes und schonendes Paddelerlebnis bietet, das sich sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Paddler eignet. Mit der richtigen Technik können Sie längere Touren mit weniger Kraftaufwand genießen und Überlastungsschäden vorbeugen. Entdecken Sie die Vorteile dieses zeitlosen Designs und erleben Sie Paddeln in einer neuen Dimension.
Autor: Erik Wahlberg